Was 2021 als erster Erfolg unserer Kampagne begann, läuft heute noch: Das „Klima Update“ bei RTL berichtet seit über fünf Jahren regelmäßig über die Klimakrise. Über 470 Folgen später ist klar – die Nachfrage nach guter Klimaberichterstattung ist da, und sie bleibt.
Manchmal zeigt sich Wirkung nicht sofort, sondern erst im Rückblick. Das „Klima Update“ bei RTL ist so ein Fall: Was vor fünf Jahren als direkte Reaktion auf unsere Forderungen begann, ist heute ein fester Bestandteil des RTL-Programms – und ein Beweis dafür, dass ein Klimaformat im deutschen Fernsehen zur Primetime dauerhaft funktioniert.
Der Anfang: Ein offener Brief macht Eindruck
Ende März 2021 hatten wir gemeinsam mit rund 180 Prominenten aus Wissenschaft, Kultur und Medien einen offenen Brief an den damaligen ARD-Vorsitzenden Tom Buhrow veröffentlicht. Die Forderung: ein regelmäßiges, wissenschaftlich fundiertes und verständliches Klimaformat zur besten Sendezeit. Nur wenige Tage später kam die erste konkrete Reaktion – allerdings nicht von der ARD, sondern von RTL. Der Sender signalisierte Interesse an einem eigenen Klimaformat und ging in den Austausch mit uns.
„Unser Verein KLIMA° vor acht ist angetreten, die Klimaberichterstattung im deutschen Fernsehen zu verbessern und damit möglichst viele Menschen zu erreichen. Deshalb ist es für uns und unsere Unterstützer:innen ein großer Erfolg, dass mit RTL nun ein erster Fernsehsender unserem Aufruf folgt“, sagte damals Michael Flammer, der damalige Vorsitzende von KLIMA° vor acht e.V.
Vom Austausch zur Sendung
Aus dem Austausch wurde schnell mehr: Bereits am 8. Juli 2021 ging das „Klima Update“ erstmals auf Sendung – im Anschluss an „RTL Aktuell“, donnerstags und samstags, moderiert von Christian Häckl und Bernd Fuchs. Entstanden ist das Format in Partnerschaft mit der Zeitschrift GEO und mit uns. 2022 wurde die RTL-Wetterredaktion für die Konzeption sogar für den Grimme-Preis in der Kategorie „Information & Kultur“ nominiert.
Fünf Jahre später: Noch immer im RTL Programm
Und heute, gut fünf Jahre nach dem ersten Kontakt? Das „Klima Update“ läuft weiterhin zweimal wöchentlich – mittlerweile bei Folge 470 und mehr. Der Sendeplatz liegt Reichweitenwirksam direkt im Anschluss an „RTL Aktuell“. Das Format ist ein fester, eingeplanter Bestandteil des Programms geworden – kein Lückenfüller, der bei nächster Gelegenheit wieder verschwindet.
Ergänzt wird das „Klima Update“ inzwischen um das monatliche „Klima Update Spezial“ bei ntv: eine rund zwölfminütige, vertiefende Ausgabe, moderiert von Clara Pfeffer und Maik Meuser, entstanden in Kooperation mit GEO, Stern und wetter.de.
Was das für uns bedeutet
Das „Klima Update“ beweist etwas, das wir seit unserer Gründung sagen: Klimaberichterstattung zur besten Sendezeit findet ihr Publikum – und sie hält sich, wenn man ihr die Chance gibt. Fünf Jahre, mehrere hundert Folgen und ein eigenes Spezialformat später ist das kein Zufall mehr, sondern Beleg für Nachfrage.
Genau das ist unser Argument gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk: Wenn ein Privatsender ein Klimaformat langfristig im Programm halten kann, spricht nichts dagegen, dass auch die ARD ein vergleichbares Format vor der „Tagesschau“ etabliert – so, wie wir es von Anfang an gefordert haben. Mit unserer Kampagne „KLIMA° vor acht ins Fernsehen“ geben wir dieser Forderung neue Kraft. Wir sind gespannt wie es weiter geht!
