Hamburg, 15.10.2026. Der Verein KLIMA° vor acht hat drei neue Folgen produziert, um zu zeigen, wie eine wissenschaftlich fundierte und konstruktive Klimaberichterstattung im Jahr 2026 aussehen kann. Die Folgen werden jeweils donnerstags, um 19:55 Uhr auf dem YouTube-Kanal von KLIMA° vor acht zusehen sein.
Klimakrise nach wie vor kaum im öffentlich-rechtlichen Rundfunk präsent
„Die Klimakrise schreitet immer weiter fort und es fehlen weiterhin die Formate im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, um dieser globalen Krise gerecht zu werden. Vielmehr sehen wir, dass sogar bestehende Klima-Formate abgebaut werden“, so Friederike Mayer, Vorständin von KLIMA° vor acht e.V.
Der im Sommer veröffentliche erste MedienKlimaBericht des Vereins bezifferte die Klimaberichterstattung auf unter 1 % bis Mitte des Jahres, der seit Beginn der Auswertungen 2021 niedrigste Wert. Auch wurde die Extremhitze des Sommerserst Tage später im öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit der Klimakrise verknüpft.
Prüfung von gerichtlichen Schritten gegen die ARD Media GmbH
Im Rahmen der Initiative “Wir schauen hin” hatte KLIMA° vor acht gemeinsam mitverschiedenen Unternehmen einen 35-sekündigen Werbespot produziert. Er sollte am 22. Oktober in der ARD kurz vor der Tagesschau ausgestrahlt werden.
Der Spot stellt die Klimakrise in satirisch zugespitzter Form als eine weitgehend ignorierte Bedrohung dar – die gesamte Dramaturgie wird am Ende durch die Aussage “Wir schauen hin” aufgelöst. Das sei “darauf gerichtet, das öffentliche Erscheinungsbild der Unternehmen positiv zu beeinflussen”, und sei eindeutig Imagewerbung, sagt Sascha Wolf, Fachanwalt für Medienrecht bei Prigge Recht.
„Es ist billig, die Welt zu zerstören. Die Auswirkungen der Klimakrise werdenuns teuer zu stehen kommen. Es ist existenziell, dass wir hinschauen undhandeln.“
Aysel Osmanoglu, Vorständin GLS Bank
„Die Klimakrise betrifft unsere Lebensgrundlagen, unsere Wirtschaft und unsere Energieversorgung. Sie zu ignorieren, ist keine Option. Genau deshalb unterstützen wir die Initiative ‚Wir schauen hin‘.“
Dr. Henning von Stechow, Vorstand Prokon
Der gemeinsam konzipierte Werbespot zusammen mit der GLS Bank, Prokon eG und EWS Schönau wird vorerst nicht im TV zu sehen sein: Die Vermarktungsgesellschaft der ARD, die ARD Media GmbH hatte den Werbespot abgelehnt, den KLIMA° vor acht zur Ausstrahlung angemeldet hatte. Er sei keine Imagewerbung.
Der Verein prüft nun gerichtliche Schritte gegen die ARD Media GmbH. “Wir vermuten, dass die Ablehnung keinen sachlichen Grund hat, sondern damitzu tun, dass wir KLIMA° vor acht sind. Das ist eine Ungleichbehandlung, die wir uns nicht gefallen lassen wollen”, so Friederike Mayer.
Neue KLIMA° vor acht-Sendung: Link zumYouTube-Video (ab 19:55 Uhr): https://youtu.be/bmWq_Casqn8
Link zum MedienKlimaBericht: https://klimavoracht.de/wp-content/uploads/2026/07/KlimaMedienBericht_1_Halbjahr_2026.pdf
Kontakt KLIMA° vor acht
Dr. Norman Schumann – Sprecher
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Dr. Jasper Prigge, LL.M
Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht
Tel. +49 211 417 48990
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Nora Schareika – Kommunikation GLS Bank
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Svenja Jäger – Pressesprecherin Prokon
Tel. 04821 6855–460
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