Wir schauen hin: Eine Initia­tive für mehr Aufmerk­sam­keit fürs Klima

Die Klima­krise verdient mehr Aufmerk­sam­keit, auch im Inter­esse der Wirt­schaft. Das ist die Idee hinter „Wir schauen hin“, einer Initia­tive von KLIMA° vor acht und verschie­denen Unter­nehmen. Unser gemein­samer Werbe­spot sollte am 22. Oktober vor der „Tages­schau“ laufen. Weil die ARD Media GmbH ihn abge­lehnt hat, zeigen wir ihn jetzt online.

Szenenbild aus dem Werbespot „Wir schauen hin“ (Ausschnitt)

Worum es bei „Wir schauen hin“ geht

„Wir schauen hin“, das bedeutet: Die Klima­krise ist real, sie betrifft uns alle, und sie braucht den Platz in der öffent­li­chen Wahr­neh­mung, den sie verdient. Davon ist sie weit entfernt: Im Ersten lag der Anteil von Klimathemen am Gesamt­pro­gramm 2025 bei nur noch 1,33 Prozent, 2023 waren es noch 2,2 Prozent. Beim ZDF waren es 2025 eben­falls nur 1,32 Prozent der Sende­mi­nuten.

Die Initia­tive „Wir schauen hin“ macht daraus ein gemein­sames Anliegen von Zivil­ge­sell­schaft und Wirt­schaft. Über andert­halb Jahre haben wir dafür Spon­soren gesucht. Am Ende kamen 135.000 € von sechs Unter­nehmen zusammen, die einen Werbe­platz vor der „Tages­schau“ und einen Spot ermög­li­chen sollten. Neben der GLS Bank, der Prokon Rege­ne­ra­tive Ener­gien eG und den EWS Elek­tri­zi­täts­werken Schönau eG haben auch die Ohrmann GmbH, Oatly und ENSO GmbH die Kampagne finan­ziert. Neben dem Werbe­spot konnten wir auch drei neue Folgen KLIMA° vor acht produ­zieren.

Wer dabei ist

Vor der Kamera stehen promi­nente Gesichter: Matthias Matschke, Jean­nine Michaelsen, Anna Thal­bach, Lea van Acken, Gianni Matheja, Max Schim­mel­p­fennig, Guido Hammes­fahr sowie Abbude & Ibo. Matthias Matschke spielt die perso­ni­fi­zierte Klima­krise. Regie führte Laura Fischer.

Im Spot werben drei Unter­nehmen gemeinsam mit KLIMA° vor acht: die GLS Bank, die Prokon Rege­ne­ra­tive Ener­gien eG und die EWS Elek­tri­zi­täts­werke Schönau eG. Sie stehen mit ihrem Namen dafür ein, dass die Klima­krise Aufmerk­sam­keit braucht.

Warum Aufmerk­sam­keit fürs Klima auch im Inter­esse der Wirt­schaft ist

Die Klima­krise hat Auswir­kungen auf alle Lebens­be­reiche – und sie ist auch ein Geschäfts­ri­siko. Hitze drückt die Produk­ti­vität, Extrem­wetter beschä­digt Infra­struktur, Liefer­ketten geraten unter Druck. Aufmerk­sam­keit für die lang­fris­tigen Auswir­kungen der Klima­krise ist die Voraus­set­zung für kluge Inves­ti­tionen und liegt deshalb im urei­genen Inter­esse der Wirt­schaft.

Damit eine Gesell­schaft recht­zeitig handelt, muss sie wissen, was auf dem Spiel steht. Unter­nehmen brau­chen Planungs­si­cher­heit und eine Öffent­lich­keit, die die Fakten kennt. Wenn die Klima­krise kaum vorkommt, bleibt gemein­sames Handeln aus und Desin­for­ma­tion füllt die Lücke. Mehr Aufmerk­sam­keit fürs Klima schafft die Fakten­basis, auf der Wirt­schaft und Gesell­schaft gemeinsam voran­kommen können.

Die Zahlen spre­chen für sich:

  • 145 Milli­arden Euro Klima­fol­ge­kosten in Deutsch­land von 2000 bis 2021, bis 2050 zwischen 280 und 900 Milli­arden Euro (Prognos, IÖW, GWS im Auftrag des BMWK).
  • Rund 50 Milli­arden Euro Extrem­wet­ter­schäden in den vergan­genen fünf Jahren, im Jahres­schnitt knapp doppelt so viel wie 2000 bis 2019 (Allianz, September 2026).
  • Rund 25 Milli­arden Euro Verlust an Wirt­schafts­leis­tung allein durch die Hitze­wellen des Sommers 2026 (Allianz Trade).
  • Über 70 Prozent der Groß­un­ter­nehmen berichten von nega­tiven Folgen des Klima­wan­dels, über alle Unter­nehmen hinweg sind es 21 Prozent (KfW).

Der Spot

Der 35-sekün­dige Spot stellt die Klima­krise sati­risch zuge­spitzt als weit­ge­hend igno­rierte Bedro­hung dar: Matthias Matschke spielt sie als Person, die niemand beachtet. Erst am Ende löst sich die Drama­turgie auf, der Claim „Wir schauen hin“ wird gemeinsam mit dem Logo von KLIMA° vor acht und den Firmen­logos der GLS Bank, Prokon und EWS Schönau gezeigt.

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Warum der Spot nicht im Fern­sehen läuft

Der Spot sollte am 22. Oktober im Vorabend­pro­gramm der ARD kurz vor der „Tages­schau“ laufen. Die Vermark­tungs­ge­sell­schaft ARD Media GmbH lehnte die Buchung jedoch ab, weil es sich angeb­lich nicht um Image­wer­bung handle.

Dem wider­spricht unser Medi­en­an­walt Jasper Prigge: Image­wer­bung sei nicht auf konkrete Produkt­ver­spre­chen beschränkt, es genüge, dass eine Kommu­ni­ka­tion das Ansehen eines Unter­neh­mens stei­gern könne. „Nach unserer Einschät­zung ist der Spot jeden­falls zulässig“, so Prigge. Alle Details findest du in unserem Beitrag „ARD lehnt unseren Werbe­spot ab“.

Jetzt bist du dran: Teile den Spot

Auch ohne Sende­platz im Fern­sehen soll der Spot gesehen werden. Teile ihn auf deinen Kanälen, schick ihn an Kolleg:innen, Geschäftspartner:innen und Freund:innen und nutze dabei #Hinschau­en­Für­s­Klima. Je mehr Menschen hinschauen, desto schwerer lässt sich die Klima­krise igno­rieren.

Mehr zur Initia­tive: hinschauen-fuers-klima.de

Unser Werbespot „Wir schauen hin“ sollte vor der „Tagesschau“ laufen – die ARD Media GmbH hat die Ausstrahlung abgelehnt. Jetzt zeigen wir ihn online.

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